Wandern auf der Via Alpina - Prolog
Zu Beginn...
Es ist doch schon einige Zeit her als ich im Jahr 2003 auf der aller ersten Website der Via Alpina Organisation von diesem wunderschönen Wanderweg durch den gesamten Alpenbogen gelesen habe. Die Informationen zum Weg waren damals noch sehr knapp und Beschreibungen oder Wanderbücher gab es noch keine.
Die Faszination…
Von Anfang an war ich fasziniert von der Via Alpina und dem Gedanken diesen Weg zu wandern, zu erleben und die Natur, Berge, Tiere, Wälder und Landschaften für mich zu entdecken. Meine erste Wanderung führte mich von Meiringen auf dem legendären 'Bären Trek' über Grindelwald, dem Eigertrail am Fusse der Eigernordwand entlang, über die Sefinenfurgge, Hohtürli nach Kandersteg. Ich war schlicht weg begeistert und wollte mehr erleben.
Im wilden Westen…
Aber erst einmal zog es mich im Jahr 2004 in den Westen der Vereinigten Staaten um den 4'250 km langen Pacific Crest Trail zu wandern und pure Wildnis zu erleben. Der PCT ist wohl ein Erlebnis der grössten und intensivsten Art eine Wanderung zu unternehmen. Die Eindrücke und Erlebnisse sind unvergesslich. Aber warum um die halbe Welt reisen, nach Amerika, Australien oder auf einer meiner ersten Reisen, durch die Alpen von Neuseeland, wenn die schönste Bergwelt von Europa direkt vor meiner Haustüre liegt?
Der rote Weg...
Den ganzen roten Weg der Via Alpina am Stück zu bereisen konnte ich nicht, da ich zwischen durch auch wieder einmal ein wenig arbeiten sollte um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Also startete ich im Frühsommer 2005 in St. Antönien auf meine erste längere Etappe auf dem roten Weg und wanderte auf der Via Alpina bis nach Ulrichen im Wallis. 2006 war die zweite Etappe an der Reihe, von Triest bis nach Oberstdorf. Und im Jahr 2007 schloss ich die Lücke zwischen Oberstdorf und St. Antönien und vollendete meine Wanderung von Ulrichen bis nach Monaco.
Die Ankunft...
Die lang ersehnte Ankunft in Monaco hat mich überwältigt. Es war ein gradioser Anblick und ein eindrückliches Gefühl auf den Hügel vor Monaco, als ich das silberne Glitzern des Meeres erblickte. In drei grösseren Etappen, nach rund 2'500 km durch die Berge, habe ich endlich mein Ziel erreicht. Ein weiterer Traum habe ich mir erfüllt. Eine solche abenteuerliche Reise macht glücklich und zufrieden.
Die Website...
Schon bei der Planung meiner ersten Wanderung auf der Via Alpina wollte ich einen Beitrag leisten andere Wanderer zu unterstützen diesen Weg zu wandern. So entstand im Jahr 2005 diese Website mit Distanzangaben und Informationen zu Unterkünften am Weg. Heute sind die Beschreibungen zur Via Alpina zahlreich und unzählige Websites sind wie Pilze aus dem Boden geschossen.
...müde geworden
2008 unternahm ich auf dem violetten Weg noch eine letzte Etappe von Trenta bis nach Spital am Pyhrn. Doch nach vier Jahren ist nicht mehr die gleiche Euphorie spürbar wie noch am ersten Tag. Ich bin etwas müde geworden, bin ich doch schon etwas mehr als 10'000 km gewandert. Gut, eine Pause habe ich mir auch dieses Jahr nicht gegönnt. Im Frühjahr 2009 bin ich aufgebrochen und war wieder einmal viel unterwegs.
Meine Reise führte mich für einen guten Zweck auf dem Jakobsweg von Konstanz bis nach Santiago de Compostela.
Die Träume...
So schön wie die Wanderungen auf der Via Alpina auch waren. Den Rest des violetten Weges, den blauen und den gelben Weg könnte ich noch wandern. Aber der Mensch braucht ja etwas zum träumen und nicht alle Träume können in Erfüllung gehen. So belasse ich momentan diesen Traum und widme mich anderen Herausforderungen.
Die Daten...
Alle auf dieser Website veröffentlichten Daten zum Weg der Via Alpina habe ich auf meinen Wanderungen selbst gesammelt. Die Distanzen habe ich aus elektonischen Karten herausgemessen. Ich hoffe diese Angaben sind dem einen oder anderen Interessierten von Nutzen.
Viel Freude am Wandern auf der Via Alpina !
... oder sonst irgendwo auf dieser Welt.
Zum Beispiel vom Nordzipfel bis zum Südzipfel über die Bergspitzen der atemberaubenden Alpen der Südinsel von Neuseeland?
...vielleicht!
Man(n) und auch (Frau) braucht ja etwas zum träumen... ;o)
Patrick Mayer
