Energie- und Wasserversorgung
Bisheriger Zustand
Die Rotondohütte ist eine sehr gut besuchte Hütte des SAC. Sie zählt über 4'000 Übernachtungen pro Jahr, mit Schwergewicht im Winter. An schönen Wochenenden sind die 95 Schlafplätze oft voll belegt. Die bisherige Wasserversorgung war vor allem im Winter kritisch. Entweder musste mühsam Schnee geschmolzen werden oder Wasser aus dem 100 m tiefer liegenden Tal unter der Hütte aus einer provisorischen Fassung in kleine Tanks von 6'000 l im Keller gepumpt werden. Für die Hüttenbesucher stand kein Wasser zur Verfügung.
Die elektrische Energie wurde mittels Solarzellen gewonnen und in Batterien gespeichert. Sie genügte knapp für die Beleuchtung. Oft musste zusätzlich ein Dieselaggregat eingesetzt werden.
Neue Energieversorgung
Gegenüber der Hütte ist infolge Rückgang des Gletschers seit ca. 5 Jahren ein See entstanden. Er soll genutzt werden, um ganzjährig ein Kleinwasserkraftwerk zu betreiben. Untersuchungen während des letzten Winters haben ergeben, dass ganzjährig genügend Wasser fliesst, um eine kleine Turbine von max. 4 KWh Leistung anzutreiben. Das Wasser wird im See gefasst und mittels einer im Boden vergrabenen Druckleitung zur Turbine im Tal geführt. Der Strom wird mittels einer Hängeleitung zur Hütte geleitet. Für die Abdeckung des Spitzenbedarfes bestehen weiterhin Batterien und bei Ausfall des Wasserkraftwerkes die Solarzellen. Damit steht genügend Energie zur Verfügung für alle elektrischen Verbraucher wie Kühlschränke, Spülmaschine, Waschmaschine und diverse Kleingeräte. Mit einem allfälligen Leistungsüberschuss können Direktheizungen in verschiedenen Räumen betrieben werden.
Für die Versorgung mit Warmwasser werden im Sommer 2010 zusätzliche Sonnen-Kollektoren installiert.
Neue Wasserversorgung
Das Wasser aus dem Stausee wird gleichzeitig genutzt für die Wasserversorgung. Mittels im Turbinenschacht montierten Pumpen können die Wassertanks von 12'500 l unter der neuen Terrasse West und ab 2010 diejenigen von 20'000 l im neuen Anbau Ost ebenfalls über die neue Hängeleitung gefüllt werden.
Dies ermöglicht, ab Winter 2010 die Toiletten neu mit Wasserspülung zu betreiben. Damit wird auch das bisher bestehende Geruchsproblem gelöst. Den Gästen werden neu auch im Winter fliessendes Wasser und 2 Duschen zur Verfügung stehen.
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- geplante Energie- und Wasserversorgung