Wandern auf der Via Alpina - Die Prinzipien

Die Grundprinzipien der Streckenführung

Die Streckenführung der Via Alpina wurde unter Berücksichtigung zahlreicher politischer, umweltrelevanter und touristischer Aspekte zusammengesetzt, um der Doppelfunktion eines symbolischen Verbindungselementes und eines praktischen Entwicklungswerkzeuges gerecht zu werden.

Ein internationaler Wanderweg

Die Via Alpina durchquert acht Staaten: Frankreich, Monaco, Italien, die Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich und Slowenien. Die Streckenführung erlaubt es über 60 mal, die Grenze zu überqueren.

Ein Wanderweg mit einer starken alpinen Identität

Die Via Alpina führt an den hochkarätigsten Natur- uns Kulturstätten vorbei. Der Zugang erfolgt über alternative Wanderwege, um eine ausgewogenere Streckenbelastung zu ermöglichen.

Die Wege der Streckenführung liegen meistens zwischen 1000 m und 3000 m, abhängig von der Topologie der Gebirge und deren klimatischen Eigenschaften.

Ein für alle zugänglicher Wanderweg

Die Via Alpina ist grundsätzlich vom 1. Juli bis zum 15. September begehbar, wobei einige weniger verschneite Teilstrecken während einem viel längeren Zeitraum zugänglich sind. Die Streckenführung weist überall einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf und vermeidet Kletterpassagen und Gletscherüberquerungen. Sie besteht aus bereits existierenden, bekannten und markierten Wanderwegen, die nun mit einer schlichten Via Alpina Zusatzmarkierung ausgewiesen werden.

Ein Kultur orientierter Wanderweg

Die Via Alpina ist auch eine Route, die es erlaubt, historische Stätten, Architekturschätze und Museen zu entdecken. Die Via Alpina fördert die Begegnung der Völker, ihrer Feste, ihrer Traditionen, ihres Handwerks und ihrer Lebensart. Zahlreiche Alpenstädte werden von der Streckenführung berührt oder befinden sich in ihrer unmittelbaren Nähe.

Ein Wanderweg, der die lokale Entwicklung fördert

Die Via Alpina fördert eindeutig die lokale Entwicklung, sowohl für die Privatpersonen als auch für die betroffenen Gebietskörperschaften – 30 Regionen, Kantone oder Länder und über 200 Gemeinden, die von einem Anstieg oder einer besseren Aufteilung der Touristenbesuche profitieren werden. Die Via Alpina ist ein auf den internationalen Markt gerichtetes Schaufenster der Alpenregionen. Sie verfolgt das ehrgeizige Ziel, ein neues Werkzeug für Bergführer, Begleiter und Hütten- und Gasthausbetreiber, die, um die fünf soeben beschriebenen Wege herum, Aufenthalte und Entdeckungswanderungen auf jedem Niveau anbieten können. Die Via Alpina wird gleichzeitig ein Ideentank sein, der durch den Gedankenaustausch zwischen den Bergakteuren zur Optimierung der Angebotsqualität führen soll.

Ein Wanderweg, der mit seinem einzigartigen natürlichen Umfeld Rechnung trägt

Die Via Alpina führt durch 9 Nationalparks, 17 Naturparks, 22 Naturschutzgebiete. Es sollen Entdeckungsangebote und gemeinsame Aufklärungsaktionen sowohl für die Einwohner als auch für die Besucher entwickelt werden. Bereits bestehende Wege und Infrastrukturen werden aufgewertet; es werden weder neue Wege noch Umwelt belastende Infrastrukturen errichtet.

Ein Wanderweg, der maßgeschneiderte Dienstleistungen bietet

Pro Tagesetappe findet der Wanderer eine Unterkunfts- und Verpflegungsstelle, und in regelmäßigen Abständen ist der Zugang zu Geschäften und Dienstleistungen gewährleistet. Selbstverständlich gibt es zahlreiche gute Verbindungen zum Wanderweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Tourismusakteure werden aufgefordert, regelmäßige Kontakte untereinander zu unterhalten, um konsequent den Erwartungen der Wanderer entgegenzukommen.

Ein Wanderweg, ein wahrhaftiger roter Faden

Die Via Alpina ist ein echter "roter Faden" zwischen den Regionen. Dank der zahlreichen Verbindungen mit anderen alpinen Wanderwegen bietet sie auch eine Vielzahl von Zugangsstellen zur Entdeckung anderer Gebiete außerhalb der fünf festgelegten Wanderrouten. Die Via Alpina profiliert sich auch deutlich als Entdeckungsweg par excellence, über die rein sportliche Leistung hinaus. Über die Zielgruppe der erfahrenen Wanderer hinaus, spricht die Via Alpina auch das breite Publikum an, worunter auch Familien und Senioren, die die grenzüberschreitende Identität in all ihren Unterschiedlichkeiten entdecken wollen. Jeder hat freies Spiel und kann die Teilstrecken beliebig kombinieren, um jedes Jahr eine neue Region zu entdecken und diese dann über die lokalen Wanderwege noch tiefer zu ergründen.

Quelle: Die Via Alpina, Pressemappe August 2003